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Voller Fokus auf die Rückrunde

Die Allianz Rollers Ulm ziehen anlässlich des Rückrundenstarts ein Resümee zu den Erfolgen, Enttäuschungen und Entwicklungen der ersten Saisonhälfte.

Die Uuulmer Rollstuhlbasketballer blicken mit gemischten Gefühlen auf die vollbrachte Hinrunde der aktuellen Spielzeit zurück. Sportlich gesehen liegt das Team laut Headcoach Thorsten Meurer hinter den eigenen Ansprüchen, Schuld daran sollen vor allem die beiden Niederlagen Anfang Dezember in Hannover und Berlin gewesen sein. Gemeinsam mit dem BBU ´01 Inklusionspartner Allianz hatten wir das Team auf ihrer Deutschlandreise über Hannover und Berlin begleitet. Beide Teams sind im Moment die direkten Konkurrenten auf die Plätze drei bis fünf. Trotz lediglich knapper Niederlagen und einer sich aufgrund der direkten Vergleiche offen zu gestaltenden Rückrunde, ist die Enttäuschung laut Dominik Bloching dennoch spürbar: „Das Team weiß, dass wir mit diesen Spielen eine große Hypothek für die Rückrunde aufgenommen haben. Das Team weiß auch, dass wir uns in der Rückrunde steigern müssen um unsere Ziele zu erreichen! Jeder und jede wird gebraucht und muss künftig seinen/ihren eigenen Teil zum Erfolg aller beitragen!", so der Kapitän kurz vor Weihnachten. 
Bei der 2-Punkte Niederlage in Hamburg konnten die Allianz Rollers stark aufspielen und so beweisen wozu die Mannschaft in der Lage ist, kassierten letztlich dennoch die Niederlage. Mut macht, dass die Entwicklungen einzelner Spielerinnen und Spieler auf dem Feld und auch in den Statistiken wiederzufinden sind: Luca Holstein legte sowohl in Hannover, als auch einen Tag später in Berlin jeweils mehr als 30 Punkte auf. Juniorennationalspieler Janis Hohl stand in den letzten Spielen so lange auf dem Court wie noch nie in der zweiten Rollstuhlbasketballbundesliga und konnte in Hannover auch die ersten Punkte der Saison einfahren. Auch Neuzugang Anton Welschof fand sich zuletzt zunehmend im Team und in der Liga ein - die erhaltene Spielzeit konnte er in ein starkes Scoring und viele Rebounds ummünzen. Die Routiniers Andre Penner und Dominik Bloching übernehmen mehr und mehr Verantwortung auf und neben dem Feld, was den Trainingsalltag zuletzt stark verbesserte. Die Rückkehrer Sascha Lima und Andrej Michalski hatten schon Gelegenheit wichtige Impulse zu bringen. Konstantin Linder konnte zuletzt nun mehr als noch zu Beginn die eigene physische Stärke aufs Feld bringen. Saskia Zimmerman, welche als letztes zum Team dazugestoßen ist, sammelte erste Erfahrungen in Deutschlands zweithöchster Spielklasse und kann laut Meurer in der Rückrunde zum X-Factor der Uuulmer Rollstuhlbasketballer werden. Der unermüdliche Martin Büchler bewies Durchhaltevermögen in allen Trainingseinheiten und soll in der Rückrunde mehr Spielzeit erhalten. Der junge Center Marco Seiler scorte zuletzt in Berlin und wird weiterhin als Backup seine Chancen erhalten. Wann mit einer Rückkehr von Sarah Deppert zu rechnen ist bleibt weiterhin offen. Den gesamten Kader der Allianz Rollers Ulm gibt’s hier. 
Headcoach Thorsten Meurer möchte die Unzufriedenheit über den bisherigen Saisonverlauf in Motivation für die Rückrunde ummünzen. Foto: Florian Ullbrich @flotograf_berlin
Den größten Fortschritt gab es wohl abseits des Feldes: Mit Unterstützung des Hauptvereins BBU'01 und dank der fleißigen Arbeit von Teammanagerin Emma Befurt konnten sehr gute Lösungen für die Unterkunft der Spielerinnen und Spielern gefunden werden, welche nicht in Ulm wohnhaft sind. Des Weiteren können seit diesem Jahr die Auswärtsspiele dank dem Zugriff auf die vereinseigenen Busse deutlich entspannter gestaltet werden. Besonders wichtig war zuletzt die Unterstützung der Fans - auch in den fremden Hallen. So unterstützten zehn mitgereiste Anhänger die Mannschaft als Überraschung in Hamburg. Den Doppelspieltag mit Spielen in Hannover und Berlin begleiteten ebenfalls wieder heimische Fans, in der Hauptstadt stießen zusätzlich in Berlin wohnhafte Fans der Uuulmer Rollstuhlbasketballer hinzu. 

Weiter geht es am 13. Januar mit einem Doppelspieltag im heimischen OrangeCampus gegen das TeamGermany Damen aus Osnabrück. Die Gegnerinnen, ein Zusammenschluss von Ligaroutiniers und Nationalspielerinnen, nehmen als reine Damenmannschaft am Spielbetrieb der 2. Liga teil. Da im Vorfeld oft unklar ist, welche Athletinnen zu den Spielen anreisen und welche in den eigenen Vereinsmannschaften aktiv sind, ist die Aufstellung der Gegnerinnen bis zum Spieltag selbst eine Überraschung. Die Vorbereitung auf das TeamGermany Damen fällt gestaltete sich laut Headcoach Meurer daher deutlich schwerer.

Nach dem Abschluss der Hinrunde und den beiden bitteren Niederlagen gegen Hannover und Berlin wollen die Allianz Rollers wieder in die Erfolgsspur zurückfinden und möglichst mit zwei Siegen in das neue Jahr starten, dafür soll am Samstag der Grundstein gelegt werden. Dabei mahnt Coach Thorsten Meurer den mangelnden Einsatz über den Jahreswechsel in aller Deutlichkeit an: "Wir genießen das Privileg auch über die ganzen Feiertage hinweg trainieren zu können, die Trainingsbeteiligung meiner Spielerinnen und Spieler ließ jedoch sehr zu wünschen übrig! Nun werden wir am Samstag sehen müssen, wie sehr uns das nach hinten geworfen hat!" 

Hochball ist am Samstag um 11 Uhr und 14 Uhr auf dem MainCourt des OrangeCampus. Alternativ gibt's die Livestreams zur Partie hier. 
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