Suchen

Sommermärchen bleibt aus

Die JBBL ratiopharm ulm unterliegt ALBA Berlin nach Overtime im Halbfinale und beendet das JBBL-Top Four als Drittplatzierter.

Für die JBBL ratiopharm ulm ging es als eines der vier besten Teams Deutschlands zum Top Four Wochenende nach Berlin. Am Samstag startete das Team um Jochen Lotz ins Halbfinale gegen Alba Berlin. 

Beim Warm Up im Vorfeld der Partie verletzte sich Noah Stansbury-Daleiden, einer der Ulmer Schlüsselspieler, und konnte gegen Berlin nicht eingesetzt werden. Das Team um Jochen Lotz betrat das Spielfeld trotz verkleinerter Rotation hochmotiviert und bereit, sich der Herausforderung gegen den amtierenden Meister zu stellen. Anton Kemmer, welcher in der Hauptrunde Topscorer der Gastgeber war, holte zur Freude der zahlreichen Heimfans die ersten Punkte für Berlin. Früh erspielte sich das Team um Jochen Lotz jedoch eine solide Führung (16:10) und schickte Alba nach vier gespielten Minuten in die Auszeit. Ulm behielt auch weiter die Oberhand und erweiterte den Vorsprung, Luca Ertekin versenkte den wichtigen Wurf von downtown und verdeutlichte die Ulmer Führung zur Viertelpause auf elf Zähler (26:15).

Berlin tat sich schwer bei Ulms körperlicher Spielweise Wurfgelegenheiten zu finden und diese umzusetzen. Die Uuulmer U16-Bundesliga-Vertretung setzte ihr Spiel wie gehabt fort und baute die Führung durch Teo Milicics zwei Treffer an der Freiwurflinie und ein Assist auf Kayaan Yeboah auf 20 Punkte aus (36:16). Ein weiterer erfolgreicher Dreipunktewurf von Ertekin bedeutete das 49:27. Mit einem unglaublichen Zwischenstand von 53:29 ging es in die Pause. Teo Milicic (17 Punkte) und Kayaan Yeboah (16 Punkte) spielten eine starke erste Hälfte und wurden Top Performer zur Halbzeit.

Auch mit dem Start in das dritte Viertel sollte es souverän weitergehen - Mitte des dritten Spielabschnitts führte ratiopharm ulm mit 59:33, bevor ein gegnerischer Dreier durch von Wiegen Jochen Lotz zur Auszeit bewegte (59:40). Mit einem Stand von 66:49 ging es in die vermeintlich letzte Viertelpause. Die Hauptstädter starteten erstarkt ins letzte Viertel und verkürzten zu Beginn des Schlussabschnitts auf 54:68. Ulm schickte Berlin an die Linie, die beiden gelungenen Freiwürfe zum 57:70 verursachten erste Unsicherheiten im Gespann um Jochen Lotz. Die Nervosität auf Uuulmer Seite nahm zu, der amtierende Meister holte Punkt um Punkt auf und ging eine Minute vor Ende der regulären Spielzeit in Führung (70:71). Jamal Hodzic netzte den wichtigen Dreier ein und brachte ratiopharm ulm wieder in Führung (73:71) bevor ALBA 13,2 Sekunden vor Ende zum 75:75 ausglich und die Partie in die Verlängerung ging. 

In der Verlängerung erreichte der Krimi seinen Höhepunkt. Berlin führte mit 79:75, doch Teo Milicic kämpfte sich trotz Krämpfen zurück, versenkte drei Freiwürfe und verkürzte auf 81:82. Zwei schmerzhafte Ballverluste auf Uuulmer Seite erlaubten Berlin letztlich das zweite Halbfinale mit 86:83 für sich zu entscheiden. 
Starker Uuulmer Support in der Berliner Sömmeringhalle. Foto: JBBL/NBBL
Am Sonntag wurde die JBBL ratiopharm ulm gemeinsam mit Ludwigsburg als Drittplatzierter ausgezeichnet. JBBL Champion wurde letztlich Oldenburg. Headcoach Jochen Lotz zeigt sich trotz der Enttäuschung über den verpassten Titel stolz über die Leistung seiner Mannschaft: „Wir sind natürlich immer noch schwer enttäuscht. Das Ganze hat damit angefangen, dass Noah Daleiden sich so verletzt hat, dass er nicht spielen konnte, uns unglaublich als Spieler gefehlt und natürlich unsere Rotation noch verkürzt hat. Am Ende das Spiel entschieden, dass wir in den entscheidenden Phasen diese wichtigen und nötigen Punkte nicht mehr setzen konnten. In den letzten anderthalb Minuten haben wir trotzdem viel richtig gemacht. Zur zweiten Halbzeit haben wir es vor allem im vierten Viertel, aber auch schon am dritten, nicht mehr geschafft, unsere defensive Linie zu finden. Was alles dann zum endgültigen Kippen gebracht hat war, dass wir defensiv nicht weiterhin aggressiv und solide gestanden sind und als Team agiert haben. Das wird jetzt noch ne Weile lang weh tun und knabbern. Generell sind wir natürlich sehr stolz auf das, was wir erreicht haben, aber um das zu realisieren, wird es mit Sicherheit noch ein paar Wochen dauern und dann werden wir hoffentlich solche Sachen in Zukunft besser handeln können. Die Jungs, ich als Trainer und als Team. Sich als Dritter in Deutschland zu verabschieden klingt toll, ist toll, tut weh. Es hätte ein erster oder zweiter Platz sein können.“ 

Wir gratulieren dem Team um Jochen Lotz, Markus Sommerfeld und Henry Wortmann dennoch zu einer herausragenden Saison, der souveränen Qualifikation fürs Top Four und den Kampfgeist im Halbfinale.
Freude über das Geschaffte. Teo Milicic überreicht Head Coach Jochen Lotz die Bronze-Medaille Foto: JBBL/NBBL
Ihr Browser ist leider veraltet.

Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um diese Website korrekt darzustellen. Den Browser jetzt aktualisieren

×