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Fr, 12.11.2021

Das gemalte Trikot von Mama

Dass Anton Gavel auf eine erfolgreiche Karriere zurückblicken darf, steht außer Frage. Wie kam er aber dazu, Basketball zu spielen, wie verbrachte der heutige Coach seine Kindheit und was hat sich seitdem geändert?

Aufgewachsen in der Slowakei, haben meine Mutter und mein Vater Basketball gespielt. Mein Vater hat irgendwann angefangen in meiner Heimatstadt Zweit- und Drittklässler zu trainieren – da bin ich dann immer mitgegangen. Eigentlich dachte ich als Kind immer, ich würde Eishockey-Spieler werden, da wir in der Schule Eishockey-Klassen hatten – ich habe da aber nie wirklich gespielt. Ich denke es ist normal, dass man von den Eltern auch beeinflusst und einem das in die Wiege gelegt wird. Ich war zu meinen Anfangszeiten noch sehr jung, aber es hat sich was entwickelt, mir hat es Spaß gemacht und ich wurde immer besser.

Mein Idol war Penny Hardaway, ich war ein riesiger Fan von ihm. Da es anders als heute, nicht die Möglichkeit gab, Spiele live im Fernsehen zu schauen, hatte ich als Kind immer nur Poster im Zimmer. Wenn jemand aus meiner Heimat nach Deutschland gereist ist, hat er den anderen meistens ein Magazin mit Postern mitgebracht - das war immer eine große Sache, auf die sich alle freuten. Nach bestimmten Wettbewerben oder Turnieren gab es dann immer auch etwas, was man sich an die Wand oder über sein Bett geklebt hat. Da ich kein eigenes Trikot besaß, malte mir meine Mutter mit Buntstiften ein Trikot von den Orlando Magic – Penny Hardaway natürlich. Ich habe auch versucht mit Briefen die NBA-Teams zu erreichen, habe mir die Adressen immer aus Magazinen gesucht. Es kam aber leider nie etwas zurück. 

Da ich früher angefangen habe als andere Kids, hatte ich im Basketball gewisse Vorteile gegenüber den anderen. Wir reden von der Slowakei und nicht von Deutschland, trotzdem war der Basketball überraschend groß. Es gab zwar zu dieser Zeit keine großen Erfolge mit der Nationalmannschaft, aber die Sportart hat mich einfach gepackt. Mittlerweile ist man dort auch ausbildungstechnisch auf einem anderen Level, aber damals gab es viele Kinder und Jugendliche die Basketball einfach spielen wollten. Die Trainer konnten sich ihre besten Spieler aus einer großen Gruppe rauspicken, was jetzt in der heutigen Zeit nicht mehr so geht. Wir haben heutzutage andere Generationen und andere Interessen. Ich glaube tatsächlich, dass sich durch den vermehrten Handy- und Computer-Konsum der Kinder vieles geändert hat – Trainer haben nicht mehr diese große Auswahl, sich die besten Spieler rauszusuchen, weil nicht mehr so viel Basketball gespielt wird wie früher. Als Trainer ist man da heute zufrieden mit dem was man bekommt. Mein Vater hat mir erzählt, dass man früher 50 Kinder zur Auswahl hatte, aus denen du deine besten Spieler wählen konntest, heute sind es im Vergleich vielleicht noch zehn.

Alle Geschichten von Anton "Tono" Gavel unter: orangeacademy.one/news/tonos-blog/
Die Allianz Deutschland ist Partner mehrerer Vereine aus verschiedenen Sportarten, die deutschlandweit in ihrer Region die Menschen begeistern. Gemeinsam mit den Vereinen legt die Allianz innerhalb dieser Partnerschaften den Fokus auf die Nachwuchsförderung. So auch hier bei uns in Ulm.

Das Ziel der gemeinsamen Aktionen ist die Förderung der sportlichen Aktivität von Kindern und Jugendlichen, um sie frühzeitig mit dem (Basketball-) Sport in Kontakt zu bringen und sie dadurch bereits in jungen Jahren für den Sport zu begeistern und ihnen sportliche sowie soziale Werte zu vermitteln. Dabei sind verschiedenste Aktionen, wie beispielsweise Besuche von Kindergärten und Schulen oder Aktivitäten direkt am OrangeCampus, Teil des Projekts.
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