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Mi, 01.06.2022

Als Underdog zum Meistertitel

Die deutsche Meisterschaft der Ulmer U14 stellt nicht nur einen Höhepunkt in der Geschichte des Vereins dar, sondern auch für Coach Mike Washington. Der Internatsleiter und U14.1- Coach im Interview:

Wie sich harte Arbeit über Auf und Abs auszählt bewies die U14.1 um Mike Washington in dieser Saison: Nach der Bayrischen folgte die Süddeutsche und am Sonntag nun mit dem Sieg im Finale die nationale Meisterschaft. 

Der Weg dahin gestaltete sich vor allem auf der Zielgerade besonders nervenaufreibend: auf ein knappes Halbfinale gegen den BC Soest (103:98) folgte ein hart umkämpftes Finale gegen die Gastgeber ALBA Berlin, welches BBU ´01 mit 103:98 für sich entscheiden konnte. 

Headcoach Mike Washington über den Verlauf der Saison, die Gemüter der Spieler und wertvolle Berater auf dem Weg zum Meistertitel: 

Mike, ihr habt diese Saison einen Titel nach dem anderen geholt. Hattet ihr den Titel schon zu Beginn der Saison im Blick? 

Ganz im Gegenteil! Wir sind in die Saison gestartet mit dem Ziel vier bis fünf Spiele zu gewinnen und alle Spieler in der Offensive und Defensive, sowie mental weiterzuentwickeln. Über die Qualifikation zu den Bayrischen Meisterschaften und dem Gewinn dieser daheim im OrangeCampus haben wir uns natürlich sehr gefreut. In Dresden sind wir Südostdeutscher Meister geworden und in Frankfurt dann Süddeutscher Meister - die Freude wurde von Titelgewinn zu Titelgewinn immer größer. 
Nachdem wir uns für das Halbfinale der deutschen Meisterschaft qualifiziert hatten, war uns auch wieder klar, dass es wichtig ist, einen Schritt nach dem anderen zu gehen. Letztlich hat es zum Meistertitel gereicht und ich bin unfassbar stolz, dass wir es so weit geschafft haben. Dass man sich als klarer Titelfavorit durchsetzen kann hat unsere JBBL bewiesen, ich war mit unserer Rolle als Underdog aber total zufrieden und bin froh, dass wir es durch Motivation ins Finale geschafft haben. Nicht wegen des Drucks. 

In Berlin ging es dann um alles - wie verlief das Wochenende und wie habt ihr den Nervenkitzel verkraftet?

Beide Spiele waren Zitterpartien. Dazu kam noch der organisatorische Aufwand rund um Anreise, Verbleib, Verpflegung und so weiter. Soest im Halbfinale war eine echte Herausforderung, wer aber 38 Minuten hinten liegt und das Spiel dann zu seinen Gunsten wenden kann, darf mit breiter Brust ins Finale gehen. Und das sind wir auch. Gegen ALBA sind wir unserer Linie weiter treu geblieben, haben leider wenig getroffen, uns mit 87:78 dann aber letztlich doch deutlich beweisen können und das Ding geholt! Der Sieg bei der Deutschen Meisterschaft fühlt sich toll an, aber die Erfahrung diese Reise mit den Jungs angetreten zu haben ist mir - und ich denke da spreche ich auch für Almir und Markus - deutlich mehr wert.
Das Trainer-Trio um Mike Washington, Almir Hodzic und Markus Sommerfeld nach der Siegerehrung.
Wie wichtig war es in den vergangenen Wochen dich mit Kolleg:innen auszutauschen? 

Es hat mir sehr weitergeholfen mich mit meinen Kollegen zu beraten, mir helfen zu lassen - das mit den unterschiedlichsten Menschen in meinem Umfeld. Gerade Sebastian „Sebo“ Sieghart, ein guter Freund und der ehemalige Athletiktrainer von ratiopharm ulm, stand mir schon längerfristig zur Seite. Auch Vereinsmanager Julian Buntz und Nachwuchskoordinator Chris Ensminger haben eine entscheidende Rolle gespielt, dass wir so weit gekommen sind. Ich möchte hiermit auch Jochen, Jaivon, Marin und Anton danken, die mir mit ihrer Expertise helfen konnten. Last but not least: Meine Assistant Coaches Markus und Almir haben mich in jeder Einheit unterstützt und sind an ihren Aufgaben gewachsen. Ich bin froh, dass sich nicht nur die Spieler menschlich weiterentwickeln konnten, sondern auch wir drei Coaches. Außerdem sind wir jetzt Meister (lacht).

Wie fühlen sich die Jungs? Werdet ihr den Titel feiern? 

Die waren nach kurzer Ungläubigkeit total euphorisch! Ihnen öffnen sich durch ja auch etliche Türen, jetzt wo sie sich auf nationalem Parkett bewiesen haben. Sie sind aber auch zurecht stolz. Alle haben an sich geglaubt und alles auf dem Platz gelassen - mehr kann ich als Trainer nicht erwarten. Ich bin auf jeden meiner Spieler stolz, da jeder in seiner Rolle aufgegangen ist. Die harte Arbeit hat sich jetzt am Schluss ausgezahlt, doch hätten wir die Meisterschaft nicht geholt, wäre ich genau so beseelt und zufrieden gewesen. Wir lassen die Saison jetzt mit einem Dinner bei Ronny Biggs ausklingen. Wir haben hart gearbeitet, aber nun ist Zeit für eine Pause.
Wir gratulieren zum Meistertitel: Teo Milicic, Tom Sommerfeld, Felix Kiehlneker, Luca Ertekin, Jamal Hodzic, Valentin Abens, Noel Belmonte, Jonas Mienert, David Mak, Faris Hamza Hodzic, Marko Petric, Tom-Louis Gastes, Jakob Breckle, Simon Rosenbohm
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